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Heiligabend: Rettungswagen verunfallt schwer bei Schneetreiben – Wenn Helfer Hilfe brauchen – 3 Schwerverletzte

Gegen 16 Uhr am Heiligen Abend ereignete sich auf der B17 bei Steingaden ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Rettungswagen, der sich mit einem Patienten im Einsatz befand, kollidierte im dichten Schneetreiben frontal mit einem entgegenkommenden VW. Nach ersten Erkenntnissen geriet der VW auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen und somit auf die Gegenfahrbahn.

Die Wucht des Zusammenstoßes war enorm: Der Motorblock des VW’s wurde aus dem Fahrzeug gerissen und mehrere Meter weit auf einen nahegelegenen Parkplatz geschleudert. Auch der VW kam dort zum Stehen. In dem Pkw befanden sich drei Personen, die alle schwere Verletzungen erlitten, eine zog sich sogar lebensgefährliche Verletzungen zu. Die Besatzung des Rettungswagens sowie der transportierte Patient kamen glimpflicher davon. Ein Rettungsdienstmitarbeiter wurde dabei leicht verletzt, sein Kollege und der Patient blieben zum Glück unverletzt. Das konnte am ersten Weihnachtsfeiertag das Bayerische Rote Kreuz mitteilen.  

Die alarmierten Feuerwehren aus der Umgebung rückten mit zahlreichen Einsatzkräften an. Um die Insassen aus dem deformierten VW zu befreien, kam hydraulisches Rettungsgerät zum Einsatz. Dabei mussten unter anderem eine Fahrzeugtür sowie die B-Säule entfernt werden. Für viele der überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bedeutete der Einsatz, dass sie den Heiligabend nicht im Kreis ihrer Familien verbringen konnten.

Da die Staatsanwaltschaft zur Klärung der Unfallursache einen Gutachter beauftragte, zog sich der Einsatz bis in die Abendstunden. Die B17 blieb währenddessen vollständig gesperrt. An beiden Fahrzeugen wurde ein Totalschaden festgestellt. 

So sehr sich viele Menschen über weiße Weihnachten freuten, zeigte dieser Unfall auf tragische Weise, welche Gefahren winterliche Straßenverhältnisse mit sich bringen können. Schnee und Eis erfordern erhöhte Vorsicht – selbst für erfahrene Einsatzkräfte.

Nach Angaben der Polizei beläuft sich der Gesamtschaden auf rund 40.000 Euro. Wobei der Schaden am Rettungswagen deutlich höher liegen dürfte. Allein der Kofferaufbau liegt im höheren fünfstelligen Bereich.  

Im OTon: Kreisbrandinspektor Uwe Wieland

Text / Fotos / Videos Copyright: Dominik Bartl/MedienPics.de
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