ID: 1425
23.01.2026

Gemeinderat gibt Sportfliegergruppe Werdenfels e.V. grünes Licht

Der Gemeinderat Ohlstadt hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Zukunft des Segelflugplatzes Pömetsried befasst – und ein klares Signal gesetzt: Der bisherige Betrieb mit dem Schleppflugzeug kann fortgeführt werden. Grundlage der Entscheidung ist ein Pilotprojekt, das in den vergangenen zwei Jahren auf dem Gelände im Gemeindebereich Ohlstadt durchgeführt wurde. In diesem Zeitraum galt eine befristete Genehmigung für den Einsatz eines motorbetriebenen Schleppflugzeugs, das alternativ zur Seilwinde genutzt werden kann, um die Segelflugzeuge in die Luft zu bringen.

Nach Auswertung der Erfahrungen aus der Testphase sowie intensiven Abstimmungen der Verwaltung mit den zuständigen Fachbehörden sah der Gemeinderat keinen Grund, den Betrieb einzuschränken. Voraussetzung ist jedoch, dass ausschließlich dreiachsgesteuerte Flugzeuge eingesetzt werden und die Nutzung stets dem Vereinszweck dient. Darauf wies Erster Bürgermeister Christian Scheuerer ausdrücklich hin.

In der Sitzung wurde zudem betont, dass die technische Entwicklung in der Luftfahrt nicht stehen geblieben ist: Die eingesetzten Motoren seien in den vergangenen Jahren kleiner und deutlich leiser geworden. Am Standort Pömetsried soll es weiterhin ausschließlich den Mitgliedern der Sportfliegergruppe Werdenfels e.V. möglich sein, ihrem Flugsport nachzugehen. Zwischenlandungen fremder Flugzeuge sowie das Betanken externer Maschinen bleiben weiterhin ausgeschlossen.

Ein Blick auf die Statistik zeigt zwar für das Jahr 2024 eine leichte Zunahme auf 4.299 Flugbewegungen, doch diese Zahl ist stark von Wetter- und Flugbedingungen abhängig. In anderen Jahren waren die Bewegungen rückläufig. Zudem werden rund zwei Drittel aller Starts mit der Seilwinde durchgeführt, nur etwa ein Drittel entfällt auf das Schleppflugzeug. Beide Verfahren müssen regelmäßig geübt werden, um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Beitrag der Sportfliegergruppe zur Waldbrandbeobachtung im Landkreis. Sowohl Segelflugzeuge als auch das Schleppflugzeug sind dabei ein unverzichtbarer Bestandteil. In regelmäßigen Übungen wird trainiert, im Ernstfall Feuerwehren aus der Luft gezielt zu Brandstellen in Wald- oder Berggebieten zu lotsen. Auch bei der Früherkennung von Vegetations- und Flächenbränden wird die Unterstützung aus der Luft geschätzt.

„Der Vereinszweck steht immer im Vordergrund“, betonte Bürgermeister Scheuerer. Gleichzeitig seien die Sorgen und Ängste der Bürgerinnen und Bürger im Gremium ernsthaft berücksichtigt worden. Mit der Zustimmung des Gemeinderats ist der Weg nun frei für den nächsten Schritt: Der Antrag geht an das zuständige Luftfahrtamt, das die Entscheidung prüft und abschließend über die Genehmigung des weiteren Betriebs befinden wird.

Text / Fotos / Videos Copyright: Dominik Bartl/MedienPics.de
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