Ohlstadt setzt auf Unterstützung in der häuslichen Pflege: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, sich am Förderprogramm „Gute Pflege. Daheim in Bayern“ zu beteiligen und einen sogenannten „Gute-Pflege-Lotsen“ einzurichten. Andere Kommunen erzielen dadurch bereits gute Resultate.
Das Programm geht auf eine Initiative des Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention zurück und zielt darauf ab, die Pflege im sozialen Nahraum zu stärken. Kommunen sollen dabei unterstützt werden, koordinierte und bedarfsgerechte Pflegekonzepte zu entwickeln, um die Versorgungssicherheit vor Ort zu verbessern. Neu ist, dass im Rahmen des Projekts nun auch zeitlich unbegrenzte Fördermittel zur Verfügung stehen.
Wie Erster Bürgermeister Christian Scheuerer im Gremium erläuterte, wird die Stelle eines Pflege-Lotsen zu 70 bis 90 Prozent durch den Freistaat finanziert. Konkret handelt es sich um das Programm „Gute Pflege Lotsen Bayern“, das kommunale Koordinierungsstellen schafft. Die Lotsen unterstützen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in allen Fragen, stärken die häusliche Pflege und vernetzen bestehende Angebote. Als Ansprechpartner vor Ort helfen sie, passende Hilfen zu finden, und besuchen Betroffene bei Bedarf auch zu Hause – ein besonders wichtiger Aspekt in ländlichen Regionen. Gefördert wird das Programm neben dem Ministerium auch durch das Bayerisches Landesamt für Pflege.
„Für Ohlstadt sei dies ein großer Gewinn“, betonte Scheuerer. „Zwar gebe es bereits Anlaufstellen bei Behörden, doch die Hemmschwelle, ein Amt aufzusuchen, sei höher, als sich im Ort persönlich von einer Fachkraft beraten zu lassen.“ In der Gemeinde leben derzeit 1.149 Einwohnerinnen und Einwohner, die älter als 60 Jahre sind. Der steigende Pflegebedarf sei in allen Regionen spürbar, zudem könne eine gut organisierte Pflege zu Hause auch Pflegeheime entlasten. „Es gibt pflegebedürftige Bürger von jung bis alt“, so der Bürgermeister. Der Pflege-Lotse sei deshalb „ein wichtiger Baustein in der Pflege für den Ort.“
Auch finanziell hält sich der Aufwand für die Kommune in Grenzen. Trotz der hohen Förderquote muss Ohlstadt je nach Stellenumfang jährlich zwischen 4.000 und 12.000 Euro selbst tragen. Nach kurzer Beratung erteilte der Gemeinderat seine Zustimmung. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Förderantrag zu stellen. Wird dieser positiv beschieden, soll im nächsten Schritt die Stellenausschreibung erfolgen.
Text / Fotos / Videos Copyright: Dominik Bartl/MedienPics.de
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