In Ohlstadt ist ein besonderes Stück Feuerwehrgeschichte angekommen: die neue Fahne der Freiwilligen Feuerwehr. Dabei handelt es sich nicht um ein bloßes Vereinsutensil, sondern um ein starkes Symbol für Identität, Zusammenhalt und gelebte Tradition.
Eine Feuerwehrfahne steht seit jeher für weit mehr als nur die Zugehörigkeit zu einer Organisation. Sie verkörpert den Leitspruch „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“, den jedes Mitglied bei der Aufnahme in die Feuerwehr verinnerlicht. Dieser Schwur bedeutet, dass die Ehrenamtlichen nicht sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern jederzeit bereit sind zu helfen, wenn Menschen in Not geraten.
Die Neuanschaffung erfolgt im Vorfeld eines bedeutenden Ereignisses: dem 150-jährigen Jubiläum der Freiwillige Feuerwehr Ohlstadt. Die bisherige Fahne hatte nach 55 Jahren ausgedient. Über Jahrzehnte hinweg war sie ein treuer Begleiter bei zahlreichen Anlässen – vom Jahrtag über Hochzeiten und Festlichkeiten bis hin zu Trauerfeiern, bei denen sie verstorbenen Kameraden das letzte Geleit gab.
Dass die Fahne dabei Spuren der Zeit davongetragen hat, überrascht kaum. „An einer Neubeschaffung führte kein Weg mehr dran vorbei“, erklärte der Erste Vorsitzende Richard Gaisreiter. Entsprechend groß war die Erleichterung bei der Feuerwehr: „Ich bin gigantisch zufrieden“, sagte er nach der Abholung der neuen Fahne. Auch von den Kameraden gab es großes Lob.
Gestalterisch greift die Fahne bewusst die lokale Identität auf. Auf der Vorderseite thront der Heilige Florian, umrahmt von den Kapellen aus Ohlstadt. Die Rückseite zeigt die St. Laurentius Kirche, dahinter erhebt sich der Heimgarten.
Am 2. Mai wurde die neue Fahne im oberbayerischen Engelsberg bei der Fahnenstickerei Jeschke abgeholt. Rund eineinhalb Jahre dauerte der gesamte Prozess von der ersten Planung bis zur Fertigstellung. Insgesamt 14 Mitglieder der Feuerwehr Ohlstadt machten sich auf den Weg, begleitet von zwei Kameraden des Patenvereins, der Feuerwehr Hechendorf.
Die Fahne ist ein hochwertig gesticktes Einzelstück, das für die kommenden Jahrzehnte Bestand haben soll. Entsprechend fiel auch die Investition aus: Rund 18.000 Euro mussten dafür aufgebracht werden. Auch wenn die Ausgabe ursprünglich nicht eingeplant war, sehen die Verantwortlichen darin keinen Luxus. Vielmehr ist die Fahne ein zentrales Identifikationssymbol für die Ehrenamtlichen, die oft unter schwierigen Bedingungen Hilfe leisten.
Finanziert wurde die Fahne bislang aus Eigenmitteln, dennoch bleibt die Feuerwehr auf zusätzliche Unterstützung angewiesen – etwa in Form von Spenden.
Mit der neuen Fahne blickt die Feuerwehr Ohlstadt nun nicht nur stolz auf ihre lange Geschichte zurück, sondern auch zuversichtlich in die Zukunft – getragen von Tradition, Gemeinschaft und dem festen Willen, weiterhin für andere einzustehen. Das 150-jährige Jubiläum wird vom 11. bis 14. Juni in Ohlstadt groß gefeiert. Am Festsonntag erfolgt auch die feierliche Weihe der neuen Fahne.
Wer spenden möchte:
Feuerwehr Ohlstadt
IBAN: DE37 7009 3200 0004 1107 30
Verwendungszweck: Spende Neuanschaffung Fahne
Auf dem Foto zu sehen:
v. l.: Alois Einberger (Feuerwehr Hechendorf), Andera Gaisreiter (Fahnenmutter), Benjamin Klarmann, Hubert Schretter, Andreas Benedikt, Richard Gaisreiter, Vreni Bader (Fahnenbraut).
Text / Fotos / Videos Copyright: Dominik Bartl/MedienPics.de
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