Seit Ende Mai ist die neue Ampelanlage an der Bundesstraße 2 bei Ohlstadt in Betrieb. Kaum ein Verkehrsprojekt der vergangenen Jahre wurde im Vorfeld so kontrovers diskutiert. Sowohl in der Bevölkerung als auch in der Ortspolitik gingen die Meinungen über den Bau der Ampel weit auseinander. Nach den ersten Wochen im Betrieb fällt die Bilanz der Gemeinde deutlich positiv aus.
Eigentlich hätte sich die Gemeinde einen Kreisverkehr an der Einmündung gewünscht. Dieser ließ sich jedoch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht realisieren. Ohlstadts Erster Bürgermeister Christian Scheuerer setzte sich sogar persönlich bei Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber für diese Lösung ein. Letztlich scheiterte das Vorhaben jedoch an den Rahmenbedingungen: Die benötigten Grundstücke befinden sich in Privatbesitz, zudem grenzen geschützte FFH-Flächen unmittelbar an die B2, sodass ein Kreisverkehr nicht genehmigungsfähig gewesen wäre.
Stattdessen wurde eine moderne, intelligente Ampelanlage errichtet – mit Erfolg, wie Scheuerer nun betont. „Die Ampel funktioniert bemerkenswert gut. Ich bin sehr positiv überrascht“, zieht der Bürgermeister eine erste Bilanz.
Für die kurzen Wartezeiten sorgt eine intelligente Verkehrssteuerung. Sensoren an der Ampelanlage sowie im Fahrbahnbelag erkennen herannahende Fahrzeuge und registrieren, wenn Verkehrsteilnehmer auf die Bundesstraße einbiegen oder abbiegen möchten. Die Schaltphasen passen sich automatisch an das aktuelle Verkehrsaufkommen an. Häufig dauert es lediglich rund fünf Sekunden, bis die Ampel auf Grün schaltet. Dadurch entstehen in keiner Fahrtrichtung längere Wartezeiten.
Auch Scheuerer räumt ein, anfangs skeptisch gewesen zu sein. „Ich dachte am Anfang, was der Bau einer Ampel wohl bringen wird, doch heute muss ich sagen, dass ich die Umsetzung nicht schlecht finde“, erklärt der Kommunalchef. Im Vergleich zur früheren Situation sei das Einbiegen auf die Bundesstraße nun deutlich komfortabler. Ohne Ampel mussten Autofahrer oftmals wesentlich länger auf eine ausreichend große Lücke im Verkehr warten.
Die anfängliche Kritik aus der Bevölkerung ist inzwischen weitgehend verstummt. Stattdessen gibt es zunehmend positive Rückmeldungen. Auch die Sorge, die Ampel könnte zu langen Rückstaus auf der viel befahrenen Bundesstraße führen, habe sich bislang nicht bestätigt.
Mit der neuen Anlage verfolgt das staatliche Bauamt vor allem ein Ziel: den als Unfallschwerpunkt bekannten Knotenpunkt deutlich sicherer zu machen. Das Ein- und Abbiegen auf die B2 ist nun geregelt und damit wesentlich sicherer als zuvor. „Wir hoffen, dass die Unfälle jetzt an der B2 zurückgehen“, sagt Scheuerer.
Die ersten Erfahrungen stimmen die Verantwortlichen optimistisch. Die moderne Ampeltechnik hat sich nach den ersten Wochen im Alltag bewährt. Nun bleibt zu hoffen, dass sich der positive Eindruck auch langfristig bestätigt und die Zahl der Unfälle an der Einmündung spürbar zurückgeht.
Text / Fotos / Videos Copyright: Dominik Bartl/MedienPics.de
Achtung!
Um die honorarpflichtigen Bilder / Videos in voller Auflösung und ohne Wasserzeichen herunterladen zu können, müssen Sie sich nur kurz oben im Menü einmalig registrieren. Nach einer Bestätigungsmail können Sie sich einloggen und die Bilder / Videos aussuchen. Den Downloadlink erhalten Sie dann per Email und finden diesen ebenfalls in der Rubrik Bestellungen.