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Gasthaus zur Post geschlossen – Zukunft weiterhin ungewiss

Bis zuletzt wurde nach einem Nachfolger gesucht, doch vergeblich. Das traditionsreiche Gasthaus zur Post im Herzen von Ohlstadt schließt seine Türen. Die bisherige Pächterin Petra Krapf hatte ihren Pachtvertrag mit der Brauerei Spaten gekündigt. Auch die Gemeinde bemühte sich intensiv darum, einen neuen Wirt für die Gaststätte am Rathausplatz zu finden. Bislang jedoch ohne Erfolg.

Dabei bietet das Gasthaus eigentlich beste Voraussetzungen. Ein Biergarten direkt am Rathausplatz, wo über das Jahr zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, eine gemütliche Gaststube mit Holzvertäfelungen und eine zentrale Lage mitten im Ort. Die Post war über viele Jahre hinweg ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Gäste.

Doch der Zahn der Zeit hat an dem Gebäude genagt. Die Sanitäranlagen, die Küche, die Kühlungen und auch der Aufzug sind sanierungsbedürftig. Investitionen, die in den Verantwortungsbereich der Brauerei Spaten fallen, die das Gasthaus im Erbpachtrecht hält. „Es ist sehr schade, dass es nicht mehr weiter geht. Die Zukunft ist ungewiss“, erklärte Erster Bürgermeister Christian Scheuerer.

Dennoch wird weiterhin nach einem Nachfolger gesucht. Franziska Bernwieser von der Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev teilte auf telefonische Nachfrage mit, dass wieder ein Pächter auf das Objekt kommen soll. Wann dies der Fall sein wird, ist allerdings noch offen. Unterschrieben sei bislang nichts.

Auch die Gemeinde bleibt nicht untätig und sucht auf eigene Faust nach einem neuen Betreiber. In einem Immobilienportal wird die Gaststätte provisionsfrei angeboten. „Verwurzelte bayerische Gaststätte im Herzen von Ohlstadt sucht motivierten Pächter“, heißt es dort. Angegeben wird eine Gesamtfläche von 155 Quadratmetern, verfügbar ab dem 1. November. Die Höhe der Pacht wird lediglich auf Anfrage mitgeteilt.

Für Bürgermeister Scheuerer ist die Schließung ein schmerzlicher Verlust für den Ortskern. Gleichzeitig würdigt er die Arbeit der bisherigen Pächterin. „Ich danke von ganzen Herzen Petra Krapf und ihrem Team für das Engagement, dass sie in die Gaststätte gesteckt haben. Sie haben dazu beigetragen, dass der Ortskern belebt wird“, so der Kommunalchef.

Ganz ohne Veranstaltungen bleibt das Gebäude allerdings nicht. Der Saal im ersten Obergeschoss gehört der Kommune und kann weiterhin für Veranstaltungen genutzt werden. Allerdings müssen die jeweiligen Veranstalter künftig selbst für die Bewirtschaftung sorgen, solange kein neuer Pächter gefunden ist.

Für Ohlstadt bleibt damit die Hoffnung, dass die traditionsreiche Gaststätte am Rathausplatz nicht dauerhaft geschlossen bleibt. Denn mit der Post verliert der Ort nicht nur ein Wirtshaus, sondern auch ein Stück gesellschaftlichen Lebens im Ortskern. Ob und wann dort wieder Gäste bewirtet werden, ist derzeit völlig offen.

Text / Fotos / Videos Copyright: Dominik Bartl/MedienPics.de
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