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Saunahütte in Vollbrand: Feuerwehren kämpfen stundenlang gegen die Flammen

Der Schreck sitzt noch immer tief. Am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr ist auf dem Gelände des Hotels Alpenhof in Murnau ein Feuer ausgebrochen. Eine zwischen den Hotelgebäuden gelegene Saunahütte stand innerhalb kurzer Zeit in Vollbrand. Fünf Feuerwehren kämpften bis in die Abendstunden gegen die Flammen. Besonders die massive Bauweise der Hütte stellte die ehrenamtlichen Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.

Die Saunahütte war ein kleines Schmuckstück, gebaut im Stil einer alten, rustikalen Almhütte. Auf einem soliden Steinfundament befand sich ein massiver Holzaufbau. Das Dach war mit Erde bedeckt und bepflanzt. Doch genau diese Bauweise sollte den Feuerwehrleuten bei den Löscharbeiten erhebliche Schwierigkeiten bereiten.

Als die Feuerwehren aus Murnau und Hechendorf anrückten, war bereits aus der Ferne eine deutliche Rauchentwicklung zu erkennen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Saunahütte vollständig in Flammen. Oberste Priorität hatte zunächst, ein Übergreifen des Feuers auf die umliegenden Hotelgebäude zu verhindern. Mit einem umfassenden Löschangriff gelang es den ehrenamtlichen Brandbekämpfern, die benachbarten Gebäude zu schützen.

Doch die eigentliche Brandbekämpfung entwickelte sich zu einem kräftezehrenden Einsatz. „Die Sauna ist aufgrund der Bauweise schwer zu löschen“, berichtete Murnaus Erster Feuerwehrkommandant Florian Krammer. Von mehreren Seiten gingen die Einsatzkräfte unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Auch ins Innere der brennenden Hütte drangen die Feuerwehrleute vor, um die Brandherde gezielt abzulöschen. Immer wieder flammte das Feuer jedoch erneut auf.

„Das Problem ist das Dach, solide gebaut, Zwischendecken sind verbaut und das Dach ist noch mit Erde gefüllt“, erklärte Krammer. Die massiven Holzkonstruktionen und verdeckten Hohlräume erschwerten es den Einsatzkräften, sämtliche Glutnester zu erreichen. Trotz des intensiven Löschangriffs gelang es zunächst nicht, den Brand vollständig unter Kontrolle zu bringen.

Mit zunehmender Einsatzdauer wurde auch die körperliche Belastung der Feuerwehrleute zu einer Herausforderung. Immer mehr Atemschutzgeräteträger waren erforderlich, die vorhandenen Reserven wurden zunehmend aufgebraucht. Denn die Arbeit unter Atemschutz, in unmittelbarer Nähe der Flammen und bei hoher Wärmebelastung, verlangt den Einsatzkräften enorme körperliche Anstrengungen ab. Ist der Atemluftvorrat einer Pressluftflasche aufgebraucht, sind häufig auch die Kräfte der Feuerwehrleute weitgehend erschöpft.

Um den aufwendigen Löscheinsatz fortsetzen zu können, entschied sich die Einsatzleitung deshalb, weitere Unterstützung anzufordern. „Wir haben uns jetzt entschieden, Weindorf und die Feuerwehr Garmisch mit dem Atemschutzcontainer zu alarmieren, um ausreichend Atemschutzgeräteträger zu haben“, erklärte Krammer während des Einsatzes. Auch die Feuerwehr Ohlstadt wurde im weiteren Verlauf hinzugezogen.

Damit waren schließlich fünf Feuerwehren mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Die zusätzlichen Kräfte ermöglichten es, die unter Atemschutz eingesetzten Helfer regelmäßig abzulösen und den Löschangriff über Stunden aufrechtzuerhalten.

Weil die Flammen trotz aller Bemühungen immer wieder aufloderten und sich Glutnester in der massiven Dachkonstruktion hielten, musste die Einsatzleitung schließlich eine weitreichende Entscheidung treffen. Bei einer Lagebesprechung verständigten sich die Verantwortlichen darauf, einen Bagger mit Greifarm anzufordern. Die Saunahütte war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu retten.

„Der Bagger öffnet uns das Dach“, erläuterte Einsatzleiter Florian Krammer die weitere Vorgehensweise. Mithilfe der Baumaschine wurde die massive Konstruktion schrittweise geöffnet und abgetragen. Erst dadurch konnten die Feuerwehrleute die bislang unzugänglichen Brandherde erreichen und gezielt ablöschen.

Für die ehrenamtlichen Helfer bedeutete dies weitere Stunden intensiver Arbeit. Während der Bagger Teile der Hütte entfernte, mussten die freigelegten Glutnester immer wieder mit Löschwasser bekämpft werden. Bis in die Abendstunden waren die fünf Feuerwehren damit beschäftigt, den Brand vollständig zu löschen.

Dank des koordinierten und kräftezehrenden Einsatzes gelang es den Feuerwehrleuten, eine Ausbreitung auf die umliegenden Hotelgebäude zu verhindern. Die Saunahütte selbst wurde durch das Feuer zerstört.

Die Ursache des Brandes ist bislang völlig unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Angaben wurde bei dem Feuer niemand verletzt. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Informationen vor.

Text / Fotos / Videos Copyright: Dominik Bartl/MedienPics.de
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